Die Verbindungen des Kremls zu einem £600-Millionen-UK-Theme-Park zeigen überraschende Russland-Bezüge, die Fragen zur Vergangenheit von Puy du Fou aufwerfen. Während das französische Unternehmen sich darauf vorbereitet, die Baugenehmigung für einen riesigen historischen Park in Oxfordshire zu gewinnen, legt neues Beweismaterial seine frühere Zusammenarbeit mit einem sanktionierten russischen Oligarchen offen.
Die umstrittene russische Partnerschaft von Puy du Fou
Im Jahr 2014, nachdem EU-Sanktionen Konstantin Malofeyev ins Visier genommen hatte, weil er Russlands Annexion der Krim unterstützt hatte, reisten die Leiter von Puy du Fou, Philippe und Nicolas de Villiers, nach Jalta, um sich mit Wladimir Putin zu treffen. Sie besprachen den Bau zweier Parks in Russland und in von der Ukraine besetzten Gebieten und gingen dabei eine Partnerschaft mit Malofeyev ein, um „Russlands Geschichte und die Bedeutung von Russlands Seele“ in den Fokus zu rücken.
Diese Pläne wurden nie umgesetzt, doch das Unternehmen hat seine frühere Annäherung an Moskau heruntergespielt. Nun, da es sich darauf vorbereitet, über 1.000 Jahre britischer Geschichte zu dramatisieren, stellen sich Fragen nach seiner Transparenz und seiner ethischen Haltung.
Wer ist Konstantin Malofeyev?
Konstantin Malofeyev ist ein rechtsextremer Medienmogul, der als „orthodoxer Oligarch“ bekannt ist – wegen seiner ultranationalistischen Ideologie. Er wurde von den USA und der EU sanktioniert, weil er angeblich russische Einsätze auf der Krim und in der Ukraine finanziert habe. Seine Beteiligung an Puy du Fou zeigt eine problematische Allianz in einer Zeit des internationalen Konflikts.
Vergleich von Puy du Fou: Vergangenheit und aktuelle Projekte
| Aspekt | Russische Parks (aufgegeben) | UK-Theme-Park (geplant) |
|---|---|---|
| Standort | Krim und Russland | Oxfordshire, UK |
| Investition | Nicht offengelegt | £600 Millionen |
| Partner | Konstantin Malofeyev (sanktioniert) | Unabhängig |
| Thema | Russische Geschichte und Seele | 1.000 Jahre britischer Geschichte |
| Status | Nie gebaut | Genehmigung steht aus |
Auswirkungen auf das UK-Projekt
Die Enthüllung der Russland-Bezüge von Puy du Fou könnte das öffentliche Bild und die behördliche Prüfung beeinflussen. Obwohl das Unternehmen längst weitergezogen ist, könnten die früheren Verbindungen seine Reputation einholen, während es sich bemüht, in Großbritannien zu einer großen kulturellen Attraktion zu werden.

- Transparenzprobleme: Puy du Fou hat seine Russland-Geschäfte nicht vollständig offengelegt.
- Ethikbedenken: Die Zusammenarbeit mit einem sanktionierten Oligarchen während eines Krieges wirft moralische Fragen auf.
- Reputationsrisiko: Das britische Projekt könnte auf Proteste oder Gegenreaktionen stoßen.
- Historische Genauigkeit: Die dramatischen Inszenierungen des Parks könnten durch eine Brille des Misstrauens betrachtet werden.
Wichtige Erkenntnisse
- Der £600-Millionen-UK-Theme-Park von Puy du Fou soll trotz seiner russischen Vergangenheit genehmigt werden.
- Die Partnerschaft des Unternehmens mit einem mit dem Kreml verbundenen Oligarchen steht im Widerspruch zu seinem familienfreundlichen Image.
- Es bleiben Fragen zur Verpflichtung des Unternehmens zu ethischen Geschäftspraktiken.