Musikverlagsgigant BMG Rights Management hat eine bedeutende Urheberrechtsklage gegen das KI-Unternehmen Anthropic eingereicht und unbefugte Nutzung urheberrechtlich geschützter Songtexte — darunter Hits von Bruno Mars, The Rolling Stones und Ariana Grande — zur Schulung seiner KI-Modelle vorgeworfen.
Die Klageschrift, am 18. März beim US-Bezirksgericht in Kalifornien eingereicht, rückt die Schnittstelle von generativer künstlicher Intelligenz und geistigem Eigentum in den Vordergrund der Rechtsstreitigkeiten, die die Zukunft der Tech-Branche prägen.
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Dieser Fall markiert die jüngste Eskalation in einer Reihe von Klagen von Künstlern und Verlegern, die von KI-Entwicklern Rechenschaft für das Training großer Sprachmodelle mit urheberrechtlich geschütztem Inhalt ohne Erlaubnis verlangen.
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Was BMG in der Klage geltend macht
Laut der Klage behauptet BMG, dass Anthropic wissentlich Hunderte von urheberrechtlich geschützten Liedtexten kopiert und reproduziert hat, die als Teil seiner Trainingsdaten für Claude, den führenden KI-Chatbot des Unternehmens, verwendet wurden.
Zentrale Vorwürfe:
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Unerlaubte Nutzung: Anthropic soll urheberrechtlich geschützte Liedtexte bekannter Künstler verwendet haben, um seine großen Sprachmodelle zu trainieren.
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Reproduktion von Werken: Einige dieser Liedtexte sollen von Claude reproduziert worden sein, wenn Benutzer die KI aufforderten.
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Breiter Umfang: BMG behauptet 493 Verstöße gegen Rock- und Pop-Kataloge.
Die Klage von BMG behauptet, dass das Beschaffen von Daten von unautorisierten Seiten oder Torrents und deren Nutzung ohne Lizenz oder Zustimmung gegen das US-Urheberrechtsgesetz verstößt und Rechteinhaber schädigt
Anthropic – Breitere Rechtsgeschichte
Dies ist nicht Anthropic's erster Rechtsstreit im Bereich des Urheberrechts. In den letzten Jahren sah sich das Unternehmen mehreren Rechtsstreitigkeiten gegenüber, die sich darauf beziehen, wie es KI-Modelle trainiert und einsetzt:
| Fall | Vorwurf | Status/Ergebnis |
|---|---|---|
| Concord/Universal/ABKCO gegen Anthropic (2023) | Musikverlage behaupten systematische Urheberrechtsverletzungen | Laufender Rechtsstreit, der die unbefugte Nutzung von Trainingsdaten und die Ausgabe von Liedtexten betrifft. |
| Autoren-Sammelklage (2025) | Anthropic wird beschuldigt, piratisierte Bücher für das Training verwendet zu haben | Auf 1,5 Milliarden USD beigelegt, einer der größten KI-bezogenen Vergleiche in der Geschichte. |
| Reddit-Klage (2025) | Benutzerdaten ohne Zustimmung erhoben | Eingereicht, läuft weiter. |
Vergangene Gerichtsentscheidungen haben bereits gezeigt, dass die Trainingspraktiken von Anthropic rechtlich umstritten sind, insbesondere dort, wo piratierte oder unlizenzierte Werke betroffen sind.

Warum dieser Rechtsstreit wichtig ist
Die Klage von BMG hebt rechtliche und ethische Fragen hervor, die im Zentrum generativer KI stehen:
1. Urheberrecht vs. Innovation
KI-Entwickler argumentieren, dass das Training auf großen Datensätzen mit urheberrechtlich geschütztem Material als Fair Use gelten kann, wenn die resultierenden Modelle „transformativ“ sind. Rechteinhaber entgegnen jedoch, dass unlizenzierte Aufnahme und Wiedergabe von Liedtexten ihre wirtschaftlichen Rechte und Kontrolle über künstlerische Werke untergräbt.
2. Finanzielle Auswirkungen
Nach dem US-Urheberrechtsgesetz können gesetzliche Schadensersatzansprüche wegen vorsätzlicher Verletzung bis zu $150.000 pro verletztem Werk reichen. Bei nahezu 500 genannten Beispielen könnten sich potenzielle Haftungen auf Dutzende von Millionen Dollar oder mehr belaufen – zusätzlich zu Rechtsstreitkosten und Schadenersatz.
3. Branchenpraxis
Diese Klage folgt auf einen weiteren laufenden Fall, den Universal Music Group und weitere Verlage im Jahr 2023 gegen Anthropic eingereicht haben, was auf anhaltenden Branchendruck auf KI-Unternehmen hindeutet.
Eine bedeutende Einigung zu KI-Trainingspraktiken könnte künftige Lizenzverhandlungen zwischen Technologieentwicklern und Rechteinhabern beeinflussen und möglicherweise Geschäftsmodelle im gesamten KI-Ökosystem neu gestalten.
Argumente beider Seiten
BMGs Perspektive
BMGs Klage fasst Anthropic-Handlungen als Folgendes zusammen:
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Systematische Verletzungen ohne Zustimmung oder Entschädigung.
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Schädlich für Rechteinhaber, die traditionell ihre Werke für die Nutzung in anderen Medien lizenzieren.
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Verhalten, das den Kernwert geistigen Eigentums untergräbt.
Das Unternehmen warf Anthropic auch vor, urheberrechtlich geschütztes Material von nicht autorisierten Torrent-Seiten bezogen zu haben.
Anthropic-Verteidigung (Historischer Kontext)
Anthropic hat historisch darauf bestanden, dass:
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Die Verwendung urheberrechtlich geschützter Materialien im Training ist nach US-Recht Fair Use.
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Jeder Vorfall der Reproduktion urheberrechtlich geschützter Inhalte ist ein Technologiefehler oder ein „Bug“.
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Das Unternehmen hat interne Schutzvorkehrungen eingeführt, um das Risiko von Urheberrechtsverletzungen zu minimieren.
Bis zu den jüngsten Einreichungen wurde keine offizielle öffentliche Stellungnahme speziell zur Beschwerde der BMG veröffentlicht.

Rechtliche und technologische Implikationen
Auswirkungen auf KI-Trainingspraktiken
Wenn Gerichte die Verteidigung des fair use für die Verwendung urheberrechtlich geschützter Lehrpläne im KI-Training ablehnen, könnten Unternehmen gezwungen werden:
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Lizenzvereinbarungen mit Rechteinhabern aushandeln.
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kuratierte, lizenzierte Datensätze erwerben.
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Eigene Datensammlungssysteme aufbauen.
Solche Ergebnisse könnten die Kosten und die Komplexität des Trainings fortschrittlicher generativer Modelle erheblich erhöhen.
Druck auf die Inhaltsindustrie
Die Musikindustrie – neben Autoren, Nachrichtenverlegern und Urhebern – mobilisiert sich zunehmend vor Gericht, um KI-Unternehmen für unlizenzierte Nutzung geistigen Eigentums zur Rechenschaft zu ziehen. Ein Sieg der Rechteinhaber könnte auch andere Branchen dazu ermutigen, ähnliche Ansprüche geltend zu machen.
Was passiert als Nächstes
Verlaufsfristen in Bundesgerichten können sich über Monate oder Jahre erstrecken. Mögliche Entwicklungen umfassen:
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Vorläufige Verfügungen zur Aussetzung bestimmter Aktivitäten.
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Beweiserhebung und Beweismittelaustausch über Trainingsdatensätze.
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Vergleichsverhandlungen, die Maßstäbe für zukünftige KI-Lizenzverträge setzen könnten.
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Berufungen wenn eine der Parteien versucht, Entscheidungen des unteren Gerichts anzufechten.
Angesichts des Ausmaßes der mutmaßlichen Verstöße und der Auswirkungen auf Präzedenzfälle steht BMG v. Anthropic kurz davor, einen wegweisenden Fall im Zeitalter der generativen KI zu werden.
Fazit
Die von BMG Rights Management gegen Anthropic eingereichte Klage beleuchtet einen kritischen Brennpunkt im fortlaufenden Kampf um kreative Rechte und technologische Innovation. Vor dem Hintergrund, dass bedeutende Künstlerinnen und Künstler, Verlage und Technologieunternehmen auf dem Spiel stehen, wird das Urteil über den Gerichtssaal hinaus nachhallen — und beeinflussen, wie generative KI-Systeme in den kommenden Jahren entwickelt, trainiert und kommerzialisiert werden.
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