Juli war nach Angaben des Met Office der trockenste Monat im Süden Englands seit Beginn der Aufzeichnungen vor nahezu 200 Jahren – vor dem Hintergrund, dass die Klimakrise Hitzewellen und Wassermangel verstärkt. Die rekordverdächtige Trockenheit hat offizielle Dürre-Erklärungen in der Hälfte Englands sowie in ganz Wales ausgelöst; betroffen sind Landwirte, die Tierwelt und die öffentlichen Wasserversorgungen.
Rekordverdächtige Wetterlage im Juli
Das Met Office bestätigte, dass England und Wales vorläufig ihren trockensten Juli seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1836 verzeichnet haben. Im Süden Englands gab es praktisch keinen Niederschlag, während Wales den gemeinsam wärmsten Juli seit Messbeginn bei der mittleren Temperatur erlebte und England seinen zweiwärmsten. Diese Verhältnisse folgen auf einen Sommer mit mehreren Hitzerekorden: Die Hitzewelle, die Ende Juni Westeuropa betraf, war die schwerste und zugleich am weitesten verbreitete, die je verzeichnet wurde.
Juli war der sechste aufeinanderfolgende Monat mit überdurchschnittlich hohen mittleren Temperaturen, und nur Januar blieb in diesem Jahr unter dem Durchschnitt. Dr. Amy Doherty, Wissenschaftsmanagerin beim Met Office, sagte: „Die Kombination aus rekordbrechender Trockenheit, außergewöhnlicher Wärme und beispiellosem Sonnenschein hat einen der bemerkenswertesten Sommermonate in unseren historischen Aufzeichnungen hervorgebracht.“
Dürre und Wasserbeschränkungen
Die Environment Agency teilte mit, dass die Bedingungen die Landwirtschaft, die Tierwelt sowie die Verfügbarkeit von Wasser für öffentliche und geschäftliche Nutzung massiv beeinträchtigen. Letzte Woche wurden in der Hälfte Englands und in ganz Wales offiziell Dürre-Situationen ausgerufen. In England sind 40 % der Bevölkerung inzwischen von einer Schlauchboot-Verbotspflicht betroffen; weitere Einschränkungen sind wahrscheinlich, da Flüsse und Stauseen weiter austrocknen.
Der National Farmers’ Union zufolge könnte die unerbittliche Dürre zu Engpässen bei bestimmten Lebensmitteln in Großbritannien führen, da die Ernten ausbleiben und Bewässerung unmöglich wird. Zudem erhöht die Dürre das Risiko für Wildbrände, die in diesem Sommer bereits große Teile Europas in Brand gesetzt haben.

Auswirkungen auf Europas Flüsse und Wildbrände
Griechenland kämpft derzeit gegen eine der schlimmsten Wildbrandsaisons der vergangenen zehn Jahre, während Frankreich den größten Wildbrand seit Beginn der Aufzeichnungen erlebt hat – mit der Folge, dass Tausende Menschen evakuiert werden mussten. In ganz Europa kämpfen Flüsse mit extrem niedrigen Wasserständen: Der Wasserzufluss der Donau ist in Rumänien auf 1.500 Kubikmeter pro Sekunde gefallen, weniger als ein Drittel seines Julidurchschnitts. Diese extremen Ereignisse werden durch die vom fossilen Brennstoff angetriebene Klimakrise noch verstärkt – wodurch Hitzewellen intensiver und wahrscheinlicher werden.
| Region | Juli 2026 Niederschlag | Julidurchschnitt (1836-2025) | Status |
|---|---|---|---|
| Süden Englands | Niedrigster Wert seit Aufzeichnung | ~60 mm | Dürre ausgerufen |
| England (insgesamt) | Trockenster Wert seit Aufzeichnung | ~70 mm | 40 % Schlauchboot-Verbote |
| Wales | Trockenster Wert seit Aufzeichnung | ~80 mm | Dürre ausgerufen |
| Donau (Rumänien) | 1.500 m³/s Abfluss | ~4.500 m³/s | Extrem niedriger Abfluss |
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Der Juli 2026 war im Süden Englands der trockenste Monat seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1836.
- England und Wales haben beide ihren trockensten Juli seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnet.
- 40 % der Bevölkerung in England unterliegen Schlauchboot-Verboten aufgrund der Dürre.
- Wildbrände und niedrige Flusspegel beeinträchtigen weite Teile Europas.
- Der Klimawandel macht Hitzewellen und Dürre häufiger und deutlich gravierender.
FAQ
Warum war Juli im Süden Englands der trockenste Monat seit Aufzeichnung?
Welche Regionen sind von Dürre und Schlauchboot-Verboten betroffen?
Wie beeinflusst der Klimawandel das extreme Wetter im Juli?
Ausblick
Während der Sommer weitergeht, rufen die Wasserversorger die Bevölkerung dazu auf, Wasser zu sparen, und Landwirte bereiten sich auf mögliche Engpässe bei Lebensmitteln vor. Das Met Office warnt, dass solche Rekordereignisse mit steigenden globalen Temperaturen möglicherweise immer häufiger auftreten könnten – was den dringenden Bedarf an Klimaschutzmaßnahmen unterstreicht.
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