Shiho Kuwaki gewann die Women’s Open nach einem dramatischen Stechen auf Royal Lytham & St Annes, wo ein unglücklicher Aussetzer von Esther Henseleit – infolge eines Beins eines Platzhelfers – die Entscheidung um die Meisterschaft herbeiführte. Der außergewöhnliche Abschluss krönte einen wilden Sonntag, an dem die Führung mehrfach wechselte, bevor das Schicksal eingriff. Kuwakis Erfolg ist ihr erster Major-Titel und der zweite aufeinanderfolgende Sieg der Women’s Open für Japan.
Wie das Stechen ablief
Henseleit erzwang das Stechen mit einem atemberaubenden Birdie-Putt aus 45 Fuß auf der 18. Bahn in der regulären Runde. Die beiden Spielerinnen kehrten für den Sudden Death erneut zur 18. Bahn zurück. Kuwaki traf ein perfektes Drive und einen glänzenden Annäherungsschlag, um ein Vierer (4) vorzubereiten. Henseleits Schlag vom Abschlag driftete nach rechts, sah zunächst nach Problemen aus, bevor er auf das untere Bein eines Platzhelfers traf. Der Ball prallte in einen Ginsterbusch ab und ließ Henseleit eine schwierige Aufholjagd bewältigen.
Obwohl Henseleit den Ball gut weiterbrachte, konnte sie Kuwakis Par nicht erreichen und überließ damit der japanischen Ausnahmespielerin den Titel. Der Vorfall löste unmittelbar eine Debatte darüber aus, welche Rolle Glück bei Major-Meisterschaften spielt.
Wichtige Momente der Finalrunde
- Henseleits Birdie aus 45 Fuß, um das Stechen zu erzwingen
- Kuwakis perfektes Drive und ihr Annäherungsschlag auf der 18. Bahn im Stechen
- Die Ablenkung am Bein des Platzhelfers, die den Ausgang veränderte
- Kuwakis konzentriertes Par, um den Sieg zu sichern
Statistischer Vergleich: Kuwaki vs. Henseleit
| Statistik | Shiho Kuwaki | Esther Henseleit |
|---|---|---|
| Alter | 23 | 25 |
| Vorherige Women’s Open-Teilnahmen | 2 (Cut verpasst 2023) | 4 (bestes T12) |
| Länge des Birdie-Puts im Stechen | N/A | 45 Fuß |
| Ergebnis Finalrunde | 70 | 69 |
| Weltrangliste vor dem Turnier | 112 | 48 |
Das unglückliche Pech von Henseleit
Die Ablenkung durch das Bein des Platzhelfers war eine grausame Wendung. Henseleit hatte den Tag über eine unglaubliche Widerstandskraft gezeigt, doch der Rückprall ließ ihr nahezu keine Chance. Golf ist ein Spiel der feinen Margen – und dies war die feinste von allen.
Trotz der Enttäuschung meisterte Henseleit die Situation mit Würde und erkannte die Unberechenbarkeit des Sports an. Kuwaki hingegen blieb fokussiert und nutzte die Gelegenheit konsequent.

Auswirkungen für den Damentrfolgolf
Kuwakis Sieg signalisiert eine neue Generation an Talent in Japan. Dass ihr an Turniererfahrung offenbar fehlte, könnte sogar ein Vorteil gewesen sein, da sie unter dem Druck weniger zu leiden schien als ihre Rivalinnen. Die Women’s Open liefert weiterhin spektakuläre Storylines, und diese Ausgabe wird noch lange in Erinnerung bleiben.
Die wichtigsten Punkte
- Kuwaki wird die zweite japanische Siegerin in Folge (nach Nasa Hataoka im Jahr 2023).
- Das Bein des Platzhelfers spielte im Stechen eine entscheidende Rolle.
- Henseleits Birdie aus 45 Fuß war einer der besten Puts des Turniers.
- Die 50. Women’s Open bot Hochspannung und einen verdienten Champion.