Yealimi Noh führt die Women’s Open nach dem dramatischen Ausrutscher von Ryu Hae-ran in der dritten Runde auf Royal Lytham and St Annes mit drei Schlägen Vorsprung an. Die Amerikanerin spielte eine solide 69, während der Vorsprung der Südkoreanerin in einer Serie von Bogeys dahin schmolz – und so ist ein packendes Finale in der Schlussrunde vorbereitet.
Ryu läutet den Zusammenbruch auf Royal Lytham ein
Ryu Hae-ran ging am Samstag mit einem Vier-Schläge-Vorsprung ins Rennen und mit der Hoffnung auf den dritten Sieg in Folge bei einem Major. Sie baute den Vorsprung über vier Löcher auf vier Schläge aus – sie wirkte völlig unaufhaltsam. Doch der Golfplatz, bekannt dafür, Fehler hart zu bestrafen, drehte das Spiel bei Abschlag 7 gegen sie.
Ein wilder Schlag nach rechts, direkt in Richtung der Bahnlinie, führte zu einem Bogey, und die Schwemme an Fehlern ging los. Ryu verlor Schläge auf den Löchern 8, 10, 12 und 14 – fand Bunker und verlor ihren Rhythmus. Als sie das 18. Grün verließ, lag sie drei Schläge hinter Noh, punktgleich mit vier weiteren Spielerinnen bei vier unter Par.
Was ist bei Ryu schiefgelaufen?
Ryu’s Probleme begannen bei der Genauigkeit vom Abschlag. Im dritten Durchgang traf sie nur 50 % der Fairways und musste deshalb immer wieder mühsame Erholungsschläge spielen. Auch ihr Putting, sonst zuverlässig, versagte ihr bei mehreren entscheidenden Par-Rettungen. Der Druck, Geschichte zu schreiben, schien sich mit Fortschreiten der Runde immer stärker auszuwirken.
Dieser Zusammenbruch erinnert an das Major-Desaster von Adam Scott im Jahr 2012 in derselben Anlage – ein weiterer Beleg für die unerbittliche Natur von Lytham. Für Ryu könnte der Schaden auch mental sein, wenn sie versucht, sich für Sonntag neu auszurichten.
Nohs Links-Meisterklasse
Yealimi Noh, die mit drei Schlägen Rückstand in den Tag gestartet war, spielte eine konzentrierte Runde Golf. Trotz eines holprigen Starts, bei dem sie nach sechs Löchern drei über Par lag, stabilisierte sie sich mit einer brillanten „Inward Nine“ von 33. Ihr Putting war entscheidend, und ihr Eisen-Spiel war präzise.
„Es war ein bisschen ein holpriger Start“, sagte Noh. „Aber mein Putting war danach stabil und auch meine Schläge. Ich habe mich einfach auf eine bessere Routine eingestellt und im Back Nine mehr auf mein Tempo geachtet.“ Sie beendete mit einer 69 und sicherte sich die Pole Position für ihren ersten Major-Titel.
Nohs Major-Bilanz: Überraschende Spitzenreiterin
Insgesamt ist Nohs Bilanz in Majors nicht besonders beeindruckend – ihr Vorsprung ist daher eine Überraschung. Entscheidend war jedoch ihre Fähigkeit, sich an die Bedingungen der Links anzupassen und unter Druck geduldig zu bleiben. Nun hat sie drei Schläge Vorsprung auf eine Gruppe, zu der Jeeno Thitikul, Lucy Li, Esther Henseleit und Shiho Kuwaki gehören.
Vorschau auf die Schlussrunde: Wer kann Noh einholen?
Die Verfolgerinnen liegen eng beisammen bei vier unter Par, doch jede Spielerin steht vor einer gewaltigen Aufgabe. Thitikul hat Erfahrung, Li die Power, und Henseleit zeigt sich konstant. Ryu bleibt trotz ihres Aussetzers eine Gefahr, wenn sie ihre Form wiederfindet.
Hier ein Vergleich der Statistiken der Top-Anwärterinnen aus der dritten Runde:
| Spielerin | Score | getroffene Fairways | Putts |
|---|---|---|---|
| Yealimi Noh | 69 | 71% | 28 |
| Ryu Hae-ran | 76 | 50% | 32 |
| Jeeno Thitikul | 71 | 64% | 29 |
| Lucy Li | 72 | 57% | 30 |
Wichtige Erkenntnisse aus Runde 3
- Yealimi Noh führt mit drei Schlägen Vorsprung bei 7-under Par.
- Das Double-Bogey von Ryu Hae-ran auf Loch 7 löste einen Einbruch mit fünf Bogeys in sechs Löchern aus.
- Die Bunker und die Bahnlinie von Royal Lytham prägen weiterhin das Turnier.
- Nohs Back-Nine 33 war der beste Wert des Tages unter den Führenden.
- Vier Spielerinnen sind auf dem geteilten zweiten Platz bei 4-under Par – das Finale ist offen wie selten.