LifeHack, das Debüt des irischen Regisseurs Ronan Corrigan, bringt eine frische und frenetische Energie in das Heist-Genre, indem es vollständig durch die digitalen Bildschirme von Smartphones, Laptops und PCs erzählt wird. Produziert von Timur Bekmambetov, bekannt als Pionier des Screenlife-Formats, ist dieser Film ein Web-2.0-Update des 90er-Kultklassikers Hackers. Er folgt einem Quartett stark dampfender, technikaffiner Gamer, die ihr nächtliches Shitposting zu einem waghalsigen Raubüberfall auf einen obnoxiösen Krypto-Milliardär eskalieren lassen. Das Ergebnis ist ein hochoktaniger Thriller, der sich sowohl nostalgisch als auch aggressiv modern anfühlt.
Ein digitaler Coup für die Meme-Generation
Die Handlung dreht sich um Kyle (Georgie Farmer) und Alex (Yasmin Finney), zwei Hacker-Chefs, die ihr Team bei einem virtuellen Angriff auf die Figur von Charlie Creed-Miles anführen, einen Milliardär mit dem Motto „Ich bin CEO, Wichser“. Corrigans Geheimwaffe ist, dass seine Handlungspunkte bereits offline getestet wurden, was dies zu einem Oldschool-Heist-Thriller mit besonders offenem Code macht. Der Film verpflichtet sich kraftvoll einer akzelerationistischen digitalen Ästhetik, besetzt relativ neue Gesichter mit der Ausstrahlung von Gewohnheits-Checker und etabliert ihre innere Rastlosigkeit durch hektisches Tab-Scrolling.
Der Dialog wird durch denselben Headset-Filter gepumpt, den man zum Spielen von Call of Duty verwenden würde, und das Drehbuch – gemeinsam verfasst von Corrigan und Hope Elliott Kemp – benennt einen bluffenden Podcaster clever in „Joe Brogan“ um. Diese Rahmen-im-Rahmen ähneln der echten Sache, mit einem starken Meme-Spiel und keinen lächerlichen Google-Ersatz wie Search Rhino oder InfoBuzz. Die Authentizität des Films bei der Darstellung der digitalen Kultur ist eine große Stärke.
Die Romanze inmitten des Chaos
Corrigan und Co-Editor Sasha Kletsov verlangsamen das Tempo, um eine zärtliche, nerdig-awkwarde Romanze zwischen Kyle und Alex zu etablieren. Dieser Nebenplot bietet einen menschlichen Anker in einem Meer digitalen Rauschens und gibt den Zuschauern einen Moment zum Durchatmen. Allerdings erliegt der Film schließlich der üblichen Einschränkung von Screenlife-Thrillern: Nachdem die anfängliche Aufregung nachlässt, wird er zu einer ultra-mechanischen Unterhaltung, die zwischen sich drehenden Rädern zeigt und klickt.
Lohnt sich LifeHack?
Da soziale Medien in der weiteren Welt in ihre Flop-Ära eintreten, schrumpft die Haltbarkeit dieses Subgenres sicherlich. Corrigans Verwendung von Überwachungskamera-Aufnahmen deutet darauf hin, dass diese Ereignisse zwischen 2018 und 2020 stattfinden, was LifeHack fast sofort zu einem Zeitdokument macht. Es ist effizient umgesetzt, aber sein unermüdliches Cursor-Geschubse wird ältere Zuschauer wahrscheinlich dazu bringen, den Stecker zu ziehen und sich in einen Roman des 18. Jahrhunderts zurückzuziehen. Für jüngere Zielgruppen, die in der Meme-Kultur verwurzelt sind, könnte es sich wie ein aufregender Spiegel ihres Alltags anfühlen.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Authentische digitale Ästhetik | Wiederholtes Screenlife-Format |
| Starkes Meme-Spiel | Kann schnell veraltet wirken |
| Fesselnde zentrale Romanze | Cursor-Geschubse kann ermüdend sein |
Abschließendes Urteil
LifeHack ist ein mutiger, konzeptstarker Film, der das Heist-Genre für das Meme-Zeitalter aktualisiert. Es gelingt ihm, die frenetische Energie des Online-Lebens einzufangen, aber seine Abhängigkeit von Bildschirm-Gimmicks könnte seine anhaltende Anziehungskraft einschränken. Für Fans von Hackers und modernem digitalem Storytelling bietet er eine einzigartige, wenn auch anstrengende Fahrt. Der Film läuft ab dem 15. Mai in britischen Kinos.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in LifeHack?
LifeHack folgt einer Gruppe technikaffiner Gamer, die einen Coup planen, um einen Krypto-Milliardär auszurauben. Der gesamte Film wird durch die Bildschirme ihrer Geräte erzählt, was eine einzigartige digitale Ästhetik schafft, die den klassischen Heist-Thriller für die Meme-Generation aktualisiert.
Wer hat LifeHack inszeniert?
LifeHack ist das Debüt des irischen Regisseurs Ronan Corrigan. Produziert wurde er von Timur Bekmambetov, der für die Pionierarbeit des Screenlife-Formats in Filmen wie Searching und Unfriended bekannt ist.
Ist LifeHack ähnlich wie der Film Hackers?
Ja, LifeHack wird als Web-2.0-Update des 90er-Kultfilms Hackers beschrieben. Beide Filme konzentrieren sich auf eine Gruppe junger, technikaffiner Charaktere, die ihre Fähigkeiten für einen Coup einsetzen, aber LifeHack nutzt moderne digitale Werkzeuge wie Meme-Kultur und Screenlife-Technologie, um seine Geschichte zu erzählen.
