Der Verband der Fachschulen (FET) der Schweiz hat soeben die Aktualisierung von „Uhrenwerk-Theorie“ veröffentlicht, ein Buch, dessen Inhalt weitgehend den Anforderungen der Ausbildung zum Uhrenreparateur entspricht. Das sind gute Nachrichten für Fans, aber noch mehr für spanischsprachige Fans, denn zum ersten Mal wurde es zusätzlich zu Deutsch, Englisch und Italienisch auch in die Sprache von Cervantes übersetzt.
Es gibt nur sehr wenige Bücher über Uhrmacherei, die auf Spanisch verfasst sind, und nur wenige wurden aus anderen Sprachen in unsere Sprache übersetzt. Das bekannteste unter Fans ist vielleicht das „Schweizer Uhrenreparatur-Handbuch“ von H. Jendritzki, obwohl es unter einer technischen Übersetzung leidet, die, sagen wir mal, durchaus verbesserungswürdig ist. Andererseits existiert das „Uhrmacher-Handbuch“ von P. G. Belda auf Spanisch, aber es stammt aus dem Jahr 1954 und ich weiß nicht, inwieweit es in den folgenden Ausgaben, der letzten von 1986, aktualisiert wurde. Es gehört auch nicht zu den Favoriten unter Fachleuten, soweit ich gelesen habe.
„Uhrenwerk-Theorie“ wurde von Professoren der École Technique de la Vallée du Joux de La Sentier unter der Leitung ihres Direktors Charles-André Raymondin verfasst und – und das ist wichtig – von Alberto Hernández ins Spanische übersetzt, der als Besucherführer in der Manufaktur und dem Museum von Audemars Piguet arbeitet. Diese Tätigkeit hat ihm ein tiefes Wissen über die uhrmacherische Terminologie vermittelt, das er auf diese Übersetzung angewandt hat, um einen Text zu schaffen, der verständlich, aber vor allem unterhaltsam ist.
Und es ist genau ein Text, den man als akademisch bezeichnen könnte, und das aus zwei Gründen: weil er ausdrücklich auf Uhrmacherstudenten ausgerichtet ist und weil er nichts als selbstverständlich voraussetzt: Er erklärt ab dem Begriff und der Definition von Zeit in Kapitel 1, geht aber bis zur Berechnung der Zahngröße eines Zahnrads. Verschiedene Uhrentypen, Komplikationen, Explosionszeichnungen, Skizzen... alles in einem Format, das sehr an Schulbücher erinnert, was es zu einem idealen Werkzeug für all jene macht, die immer wissen wollten, was sich unter einem Zifferblatt verbirgt, aber nicht wussten, wo sie anfangen sollen. Darüber hinaus und im Gegensatz zu bereits existierenden Büchern enthält es elektronische Uhrwerke: Schaltkreise, Stimmgabeln, Akkumulatoren... was seine Aktualität untermauert, solange nicht klar ist, ob Smartwatches als Uhren betrachtet werden können. Hier können Sie ein PDF mit einem Auszug dieses über 350 Seiten umfassenden Werks herunterladen, einschließlich seines Lehrplans.
Vorerst kann „Theorie der Uhrmacherei“ bei Simonin für CHF 127 zuzüglich Versand erworben werden.
www.booksimonin.ch