Eine neue Gallup-Umfrage, die Ende März 2026 veröffentlicht wurde, zeigt, dass Erschwinglichkeit und Zugang zur Gesundheitsversorgung wieder den Spitzenplatz als dringendste innenpolitische Sorge der Amerikaner eingenommen haben – und damit erstmals seit 2020 die Wirtschaft überholt haben.
Die Umfrage unter 1.000 Erwachsenen ergab, dass 61 % der Befragten angaben, sich "sehr große Sorgen" um den Zugang zur und die Bezahlung von Gesundheitsversorgung zu machen, während 23 % "ziemlich große" Besorgnis berichteten.
Ein Spiegelbild wachsender Belastungen
Die Ergebnisse spiegeln ein wachsendes Unsicherheitsgefühl unter amerikanischen Haushalten wider, da Krankenversicherungsprämien weiter steigen, die Medicaid-Registrierung neuen Beschränkungen unterliegt und die Bundesbeihilfen für Pläne auf den Marktplätzen des Affordable Care Act auslaufen durften. Millionen von Amerikanern mit niedrigem und mittlerem Einkommen sehen sich nun höheren monatlichen Kosten oder der Aussicht gegenüber, ihren Versicherungsschutz ganz zu verlieren.

Politische Bruchlinien
Die Umfrage hat erhebliches politisches Gewicht im Vorfeld eines Zwischenwahlzyklus. Die befragten Verbraucher zeigten ein starkes Bewusstsein dafür, welche Partei sie für das jüngste Scheitern einer Verlängerung der erhöhten ACA-Subventionen verantwortlich machen – ein Datenpunkt, den die Demokraten bereits in ihre Wahlkampfbotschaften einbauen. Das im vergangenen Jahr verabschiedete, von den Republikanern unterstützte Haushaltsausgleichsgesetz enthielt Arbeitsanforderungen für bestimmte Medicaid-Empfänger, von denen Analysten schätzen, dass sie bis zu 10 Millionen Menschen aus der Versicherung drängen könnten.
Belastung des Gesundheitssystems
Die Bedenken gehen über die Versicherungsdeckung hinaus. Patienten berichten von längeren Wartezeiten, steigenden Eigenbeteiligungskosten und zunehmenden Schwierigkeiten, Leistungserbringer im Netzwerk zu finden – insbesondere in der psychischen Gesundheit, wo Anbietermangel akut ist. Die laufenden Rechtsstreitigkeiten über sogenannte "Geisternetzwerke" – Versicherungsverzeichnisse, die Anbieter auflisten, die tatsächlich nicht verfügbar sind – haben zur öffentlichen Frustration beigetragen.
Implikationen für die Politik
Gesundheitsökonomen und Interessenvertretungen argumentieren, dass die Umfrage auf ein wachsendes öffentliches Verlangen nach strukturellen Reformen hindeutet, einschließlich erweiterter Medicaid-Berechtigung, Preistransparenzvorschriften und stärkerer Versicherungsmarktregulierungen. Da die Gesundheitsangst auf einem Mehrjahreshoch ist, stehen beide Parteien unter erheblichem Druck, glaubwürdige Pläne vorzulegen, um die Versorgung für alle Amerikaner erschwinglicher und zugänglicher zu machen.
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