In einem wegweisenden Urteil vom Februar 2026 entschied der US Supreme Court im Fall Learning Resources v. Trump, dass der Präsident nicht befugt ist, umfassende Zölle auf Grundlage des International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) von 1977 zu verhängen.
Die 6:3-Mehrheitsmeinung, verfasst von Chief Justice John Roberts, stellte fest, dass derart weitreichende wirtschaftliche Befugnisse eine ausdrückliche Delegation durch den Kongress erfordern – und begrenzte damit eine der aggressivsten Ausweitungen exekutiver Handelsautorität in der modernen Geschichte.
Der Fall
Die Klage wurde von einem Zusammenschluss kleiner Unternehmen und 12 Generalstaatsanwälten der Bundesstaaten eingereicht, die die Trump-Ära-Zölle, die unter dem IEEPA als Notstandsmaßnahme verhängt wurden, anfochten. Die Kläger argumentierten, dass die Befugnis zur Festsetzung von Zöllen verfassungsrechtlich ein Vorrecht des Kongresses sei, das unter dem IEEPA – einem Gesetz, das historisch für Vermögenssperren und Sanktionen, nicht für umfassende Einfuhrsteuern genutzt wurde – nie ausdrücklich an den Präsidenten delegiert worden sei.

Die Begründung des Gerichts
Chief Justice Roberts berief sich auf die Major-Questions-Doktrin – ein Prinzip, das eine klare Ermächtigung durch den Kongress für behördliche oder exekutive Maßnahmen von erheblicher wirtschaftlicher und politischer Tragweite erfordert. Das Gericht stellte fest, dass, da kein früherer Präsident jemals den IEEPA zur Verhängung von Zöllen genutzt hatte und der Kongress diese Befugnis nicht ausdrücklich erteilt hatte, die Maßnahmen der Regierung die rechtmäßige Autorität überschritten. Das Urteil setzt erhebliche Grenzen für künftige handelspolitische Maßnahmen der Exekutive.
Wirtschaftliche und politische Folgen
Das Urteil machte Milliarden von Dollar an Zöllen ungültig und sandte Schockwellen durch die globale Handelspolitik. Branchen, die von Zollschutz profitiert hatten – einschließlich Stahl, Aluminium und inländischer Fertigung – sehen sich erneuter Konkurrenz durch Importe gegenüber. Die Regierung reagierte, indem sie neue Zollbefugnisse über alternative rechtliche Wege verfolgte und den Kongress drängte, exekutive Handelsbefugnisse durch Gesetzgebung zu erweitern.
Breitere Bedeutung der Gewaltenteilung
Rechtswissenschaftler beschreiben das Urteil als eine bedeutende Bestätigung der Kongressmacht über den internationalen Handel und als eine Kontrolle der breiten Nutzung von Notstandsgesetzen zur Umgehung gewöhnlicher Gesetzgebungsprozesse. Es wird erwartet, dass es künftige Anfechtungen von Exekutivmaßnahmen in Bereichen von Einwanderung bis Umweltregulierung beeinflussen wird, wo immer die Major-Questions-Doktrin anwendbar sein mag.
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